6./7. Mai 2008: 9. Kongress mit Fachmesse "neueVerwaltung" in Leipzig eröffnet
Die Bedeutung funktionierender Netzwerke für modernes und effektives Verwaltungshandeln hat der Vorsitzende der dbb akademie und stellvertretende Bundesvorsitzende der dbb tarifunion zum Auftakt des 9. Kongresses "neueVerwaltung" hervorgerufen. Der führende gesamtdeutsche eGovernment-Kongress mit dem diesjährigen Schwerpunkt "Verwaltung - Netzwerk der Zukunft" bietet etwa 1.000 Fach- und Führungskräften aus allen Verwaltungsbereichen erneut ein aktuelles Praxis-Forum zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
Neben 150 Fachvorträgen, Diskussionsrunden, über 40 Workshops und Tutorials steht eine Facháusstellung mit 50 Ausstellern auf dem Programm. Hier werden Kundenlösungen und innovative Best-Practice-Anwendungen" vorgestellt. Wissenschaftlich begleitet wird die Veranstaltung wiederum von der Fraunhofer Gesellschaft. Partnerland der neueVerwaltung ist Schleswig-Holstein.
Russ stellte in seiner Eröffnungsrede fest, dass die Zukunft für ein erfolgreiches eGovernment u.a. im Ausbau verbesserter Netzwerke liege. Vor allem die EU - Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) mit ihrer Umsetzungsfrist bis Ende 2009 stelle in diesem Zusammenhang Bund, Länder und Kommunen vor vielschichtige Herausforderungen. Ihre Kernelemente "Verwaltungsvereinfachung", "Niederlassungsfreiheit" und "Verwaltungszusammenarbeit" wiesen dem Thema eGovernment eine besondere Bedeutung zu.
"Was sich so einfach formulieren lässt, bedeutet in der Praxis eine Herkulesaufgabe in organisatorischer und technischer Hinsicht", führte Russ weiter aus. In dieser Phase sei auf allen Ebenen politische Führung gefragt. "Die EU-DLR zur Modernisierung der Verwaltung nutzen, ihre Bedeutung als Standortfaktor aufzeigen - die Entscheidungsträger sind aufgefordert, anstehende Aufgaben als Chance und nicht als Last zu propagieren. Nur so wird es Ihnen gelingen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und um gute Lösungen zu ringen", so Russ weiter.
Rainer Wiegard, Finanzminister des Landes Schleswig-Holstein, geht nach neuesten Berechnungen davon aus, dass sich bei einer verbesserten Vernetzung der Verwaltung 35 Milliarden Euro bundesweit einsparen ließen.
Hinsichtlich der Chancen und Vorgaben der EU-Dienstleistungsrichtlinie für die öffentlichen Verwaltungen vertrat Prof. Dr. Jan Ziekow, Direktor des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung Speyer die Auffassung, dass eine Gesetzesvorlage im vorgegebenen Zeitrahmen zu realisieren sei. Zwar stehe der "große Ruck" noch aus; stattdessen vertraue man auf konsequente Weiterentwicklung.
Die verschiedenen Diskussionsrunden, Foren und Workshops vertieften die Thematik aus den unterschiedlichen Blickwinkeln.
Der Erlös der abendlichen Tombola kam der deutschen Welthungerhilfe zugute. Deren Schirmherrin Ingeborg Schäuble konnte den Erlös von 15.000 € entgegennehmen.
Eröffnungsrede Russ
Vortrag Rainer Wiegard
Artikel zum Kongress
Weitere Impressionen vom Kongress
Auswertung des Kongresses
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